Samstag, 8. August 2009

Wie überflüssig ist das Damenproblem?

Das Schachspiel verschafft nicht nur uns, die Schach spielen, Ablenkung von der Wirklichkeit, sondern auch Mathematikern eine Reihe anscheinend ausreichend interessanter Probleme. Das vielleicht bekannteste lautet, wie viele Möglichkeiten es gibt, eine größtmögliche Zahl Damen auf einem Brett anzuordnen, ohne dass sie einander schlagen können. Die Fachwelt kennt es unter dem Namen Damenproblem (Wiki-Eintrag).

Auf unseren 64 Feldern gibt es 92 Lösungen, acht Damen ohne gegenseitige Schlagmöglichkeit anzuordnen. Nun ist das schon seit 1850 bekannt. Kürzlich haben Dresdner Mathematiker Computerwissenschaftler die Lösung für ein 26x26-Felderbrett errechnet (wen´s interessiert: 2 789 712 466 510 289, also mehrere Billiarden). Fast ein halbes Jahr haben sie und ihre Computer (und, wie Permanent_Brain anmerkt, anscheinend auch die vernetzten Heimcomputer von Computerzeitspendern) daran herum getan. Die entsprechende Meldung auf dem Heise-Ticker reizte eine Vielzahl von Lesern zu Kommentaren, von denen wiederum viele sich darüber ereiferten, dass sich die immerhin staatlich alimentierten Wissenschaftler nicht realitätsnäheren Problemen widmeten. Gerechtfertigt haben sie sich, etwa für diesen überflüssig in die Länge gezogenen Artikel in der Berliner Zeitung (auch Journalisten haben offenbar ein Realitätsproblem), damit, dass es um die Entwicklung spezieller Prozessoren (FGPA) und einen aussagekräftigen Test von deren Leistungskraft gegangen sei. Dass aber schon die Lösung für das 25x25-Felder-Brett vor fünf Jahren vom gleichen Institut kam, deutet schon darauf, dass auch diese Mathematiker Forscher mal einen Reality-Check bräuchten.

Keine Diskussion mehr, es wird kooperiert

Endlich schwant dem Schachblogger, warum seine Leser hier nicht Hunderte von Kommentaren hinterlassen. Sie wollen verhindern, dass dem Schachblog der Erfolg ins Gesicht geschrieben steht und damit das Gleiche passieren könnte wie dem vielleicht meistgelesenen Schachforum Schachfeld. Gestern leakte dort, dass die Plattform, die einst die nicht immer kundenfreundlichen Methoden von Chessbase ans Licht brachte, künftig aus geschäftlichen Gründen mit genau diesem Hamburger Softwarehaus zusammen arbeitet. Wie die rasch entsponnene Diskussion über die Folgen dieser Kooperation zeigt, fürchten Forumsteilnehmer Schlimmes. Sogar das Ende des Forums wird beschworen. Diesem Thread droht wohl das gleiche Schicksal wie dem Klassiker "Der Sysop von Chessbase": tausendfach kommentiert, mehr als sechzigtausendfach aufgerufen, und nun auf Drängen aus Hamburg gelöscht.

Keine Sorge. Der Schachblog wird eher geschlossen, als dass er Geld von Chessbase nimmt.

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