Sonntag, 20. September 2009

Die letzten Tage der Null-Minuten-Regel

Nachdem vor wenigen Tagen die Null-Minuten-Karenz in den deutschen Zweiten Ligen zurückgenommen worden war (an denen sich etwa auch die Oberliga Baden orientiert), standen die Erste und Zweiten Frauenbundesligen zunächst alleine mit dem ungeliebten Verspätungsverbot da (sieht man von den an einem fixen Ort ausgetragenen Deutschen Einzelmeisterschaften und der einen oder anderen Landesmeisterschaft ab). Nun läuft eine Abstimmung unter den Frauenschachreferenten und -referentinnen bis 30.September, die verbindlich ist für die bevorstehende Saison. Man darf wohl davon ausgehen, dass es keinen Alleingang der Frauenligen geben wird.

Tot ist die Null-Minuten-Regel in den überregionalen Ligen noch nicht ganz. Von den Mitgliedern der Bundesspielkommission wird sie angeblich immer noch mehrheitlich unterstützt. Bei der Rumpfsitzung im Januar, vor der die Landesspielleiter im Umlaufverfahren in anstehende Entscheidungen eingebunden werden, könnte die Schiri-Fraktion einen neuen Anlauf nehmen. Die deutliche Ablehnung seitens der Spieler und Vereine und die Bitte des DSB-Präsidiums, das zu berücksichtigen, sprechen freilich dagegen.

Bis Januar wäre nun Zeit, darüber nachzudenken, wie man die ja auch nicht gewünschte Unpünktlichkeit wegkriegt. Der den spielwilligen Gegner und die Zuschauer mitstrafende Partieverlust kann es nicht sein. Warum nicht eine finanzielle Sanktion? Wenn nachweislich höhere Gewalt (Zugverspätung, Autostau) im Spiel war, wäre ja nicht nur davon abzusehen sondern im Prinzip auch die laufende Uhr wieder auf die volle Bedenkzeit zu stellen.

Die letzte Heimat der Pünktlichkeitsfanatiker ist neben China nun wohl Österreich. Die Spieler mucken nicht auf. Die Vereine der ersten und zweiten Ligen haben den Schmäh des obersten Regelhüters Werner Stubenvoll, es gebe eh keine Wahl, geglaubt. Und im Verband haben Aktive nahezu nichts zu sagen.

Giri is kampioen van Nederland

Anish Giri ist Niederländischer Meister. In der letzten Runde reichte dem15jährigen ein Remis gegen Reinderman zum klaren ersten Platz (Tabelle). Vorentscheidend war sein schöner Sieg gegen Nijboer am Freitag - ein modischer Königsinder mit Springeropfer auf c7. Nach 22 Zügen ist die schwarze Dame im eigenen Lager gefangen, doch Anish kann sich fünf Züge Zeit lassen, bevor er zugreift.

Nicht nur sein Schach hat seit seinem Auftritt in Wien im August 2008 weiter Fortschritte gemacht, sondern auch Anishs Nederlands, wie man diesem Fernsehbericht entnehmen kann. Mit diesem Resultat sollte ihm der Platz im niederländischen Team bei der Mannschafts-EM in Novi Sad zustehen, der durch die Suspendierung des nach drei Runden ausgestiegenen Sergey Tschüssjakow, sorry Tiviakov frei wird, (Nachtrag:) doch dafür bräuchte er einen niederländischen Pass. Den kann er aber erst mit der Volljährigkeit in knapp drei Jahren beantragen. Dass Anish am zweiten (und wohl auch mal ersten) Bundesligabrett von Emsdetten überfordert wäre, steht kaum nicht zu befürchten.

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