Mittwoch, 4. November 2009

Favorit Kramnik, Geheimtipp Iwantschuk

An diesem Donnerstag beginnt im Moskauer Hotel National, nahe dem Roten Platz, das Tal-Gedenkturnier. Es dürfte das stärkste Einzelturnier des Jahres sein (Liveübertagung täglich ab 13Uhr). Aronjan, Swidler und Morosewitsch steckt noch die Mannschafts-EM, die vorigen Freitag endete, in den Knochen. Leko zeigte sich kürzlich in Nanking in schwacher Form. Ponomarjow ist einfach keiner, der ein absolutes Weltklasseturnier gewinnt. Gelfand sehe ich in starker Form auch nur als Anwärter auf Platz zwei. Bleiben vier, die für Platz eins in Frage kommen.

Anand hat seit dem Frühjahr kein ernstes Turnier bestritten und sollte frisch sein, aber dass der WM-Kampf mit Topalow bevorsteht, ja die Verhandlungen über die Details wohl noch nicht abgeschlossen sind, belastet den Inder. Carlsen wird nach seinem phänomenalen Resultat in Nanking als Favorit gehandelt, aber ich glaube nicht, dass er gleich noch einmal so über sich hinauswachsen wird.

Kramnik hat sich seit dem Juli, als er in Dortmund sehr stark spielte und verdient gewann, geschont bzw. väterlichen Pflichten gewidmet. Von ihm erwarte ich ein gutes Ergebnis. Motiviert wird er nicht nur durch den Austragungsort vor den Augen wichtiger Förderer sondern auch weil sich er neben Carlsen den zweiten nach Elo vergebenen Platz im Kandidatenturnier sichern kann. Mein Geheimtipp lautet Iwantschuk. Der geht zwar (zusammen mit Ponomarjow) mit der niedrigsten Elo (2739) ins Rennen und hat zuletzt in Hoogeveen gar nicht überzeugt (alle sechs Partien remis). Das wird ihn anspornen. Angst hat Tschucki sowieso vor niemand.

Maxime Weltmeister

Maxime Vachier-Lagrave hat einiges riskiert, als er sich als erster 2700-Spieler der Geschichte zur Teilnahme an der U20-WM entschlossen hat. Schließlich hat dieses Turnier in den letzten Jahren kaum einmal der Favorit gewonnen. Und da der Franzose kaum mit überbewerteten Gegnern rechnen durfte, war ein Eloverlust einen Tick wahrscheinlicher als ein Elogewinn.

Im südargentinischen Puerto Madryn entspann sich ein Duell um den Titel mit dem Weißrussen Sergei Schigalko, der mehrmals einen halben Punkt vorne war, aber Vachier-Lagrave in der Schlussrunde aufschließen ließ. Die Wertung gab knapp den Ausschlag für Vachier-Lagrave. Er legt zur Belohnung für seinen Mut und gezeigten Kampfgeist auch gut ein Dutzend Elopunkte zu und springt in der Weltrangliste auf aktuell Platz 17 (Liveratingliste seit einigen Tagen nicht aktualisiert) - hinter Carlsen, der auch noch teilnahmeberechtigt gewesen wäre, aber vor Karjakin: Es wird Zeit, dass der Franzose auch jenseits seiner Heimat als Kandidat auf den WM-Titel wahrgenommen wird.

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