Donnerstag, 15. April 2010

Hilgert mag es zweitklassig

Delmenhorst war bis in die Neunzigerjahre eine Festgröße der Bundesliga. Nun ist der Bremer Vorort mit einer rundumerneuerten jungen Mannschaft wieder da. Aber so richtig groß ist die Lust auf die Liga nicht. Die Heimspiele will man schon einmal dem künftigen Reisepartner abtreten, als Beitrag zur Saisonfinanzierung. Wie schwer die nämlich ist, lässt sich dem Kommentar von Lowscore entnehmen.

Die anderen Aufsteiger aus den Zweiten Ligen sind alle erstmals oben. Deutlich verstärken, um Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, müssen sie sich alle. Ob Polonia Griesheim nun auch die letzten hessischen Spieler ersetzt, weist sich nach Meldeschluss im Juli.

Der Meister der Zweiten Liga West Porz hat erwartungsgemäß verzichtet. Mäzen Wilfried Hilgert macht mit der Bundesliga so rasch keinen Frieden.

Hier im Überblick alle überregionalen deutschen Auf- und Absteiger, vorbehaltlich etwaiger Rückzüge in den nächsten Wochen und dem Ausgang der noch nicht abgeschlossenen NRW-Liga:

In die 1. Schachbundesliga steigen auf:

SK Delmenhorst
SC Hansa Dortmund (Porz verzichtet)
Nickelhütte Aue
SV Griesheim

Aus der 1.Schachbundesliga steigen ab:

FC Bayern München
SV Heidelberg Handschuhsheim
Erfurter SK
SK König Tegel

In die 2.Schachbundesliga steigen auf:
SSC Rostock 07
SV Werder Bremen II
SC Rotation Pankow
USV Chemnitz
SF Schöneck
SV Hockenheim
SC Bad Königshofen
Fortuna Regensburg (FC Bayern München II darf nicht aufsteige da die erste Mannschaft bereits in dieser Klasse spielt)
SV 03/05 Koblenz
SK Schmiden Cannstatt
NRW-Aufsteiger I (NRW spielt die letze Runde erst demnächst)
NRW-Aufsteiger II (NRW spielt die letze Runde erst demnächst)

Aus der 2.Schachbundesliga steigen ab:
SK Norderstedt
Königsspringer HH
SC Tempo Göttingen
Godesberger SK
Aachener SV 1856
SV Wattenscheid II
NT Nürnberg
SC Leipzig Gohlis
SK Passau
SC Krumbach
SvG Saarbrücken
SF Stuttgart

Karpows Freunde

Demnächst wird er 59, unser Exweltmeister. Aber von wegen Altenteil. Unausgelastet fühlt er sich. FIDE-Präsi will er werden. Und hört, hört. Karpow ist auf Facebook http://www.facebook.com/group.php?v=wall&ref=ts&gid=105930049441471, wo sich schon seine Anhänger scharen. Einige große Verbände (u.a. der deutsche, französische, US-amerikanische und Schweizer Verband) haben ihm gut ein halbes Jahr vor der Wahl bereits ihre Unterstützung versprochen.

Wie wir wissen, wird von Schachfunktionären in aller Welt die Großzügigkeit von Amtsinhaber Iljumschinow geschätzt. Ganze Kontinente stellen sich hinter ihn, wie Chessvibes berichtet http://www.chessvibes.com/reports/fide-elections-meaningful-and-meaningless-support (in dem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass Karpow seine Facebook-Seite nicht selbst verwaltet, sondern Chessvibes-Autor Arne Moll dafür verantwortlich ist).

Ich habe hier schon früher darauf hingewiesen http://schach.twoday.net/stories/6262523/, dass wir nicht Zeuge eines Wahlkampf sind sondern die Entscheidung im Kreml fällt. Wer FIDE-Präsident bleibt oder wird, hängt davon ab, ob der Russische Verband den russischen Amtsinhaber oder den russischen Exchamp nominiert.

Wer aber hat eigentlich Iljumschinow ins Spiel gebracht, als der Kalmücke 1995 den wegen Selbstbedienung aus den knappen FIDE-Kassen geschassten Campomanes kurzfristig ablöste? Kein anderer als Karpow.

Der war damals eigens zum FIDE-Kongress nach Paris gereist, um den in Schachkreisen noch nahezu unbekannten Iljumschinow zu unterstützen. Karpows Wort bedeutete damals viel für die Delegierten. Iljumschinow vergalt es ihm großzügig. Er finanzierte in seinem Steppenstaat Karpows nächstes WM-Match. Und als er den K.o.-Modus für die nachfolgende FIDE-WM einführte, kam Karpow geradewegs ins Finale.

Der Gouverneur von Kalmückien brüstet sich gerne der vielen Millionen, die er persönlich dem Schach hat zukommen lassen. Wie Iljumschinow zu seinem Vermögen gekommen ist, während sein Volk darbt, ist hier nicht der Punkt. Keiner ist bekannt, der von den ominösen Schachmillionen mehr abbekommen hat, als, Sie können es sich denken: Karpow. Wo bleibt in seiner heute veröffentlichten Mission http://www.chessvibes.com/reports/karpov-a-champion-of-change die Dankbarkeit?

PS: Laut einem Agenturbericht der russischen Presseagentur RIA Novosti nominiert der Russische Verband Iljumschinow. Der Schachblogger prognostiziert, dass der Kandidat des Deutschen Schachbundes (Karpow) vor der Wahl Anfang Oktober einen Rückzieher macht.

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