Kosteniuk Inc.

Am Mittwoch genügt Alexandra Kostenjuk mit Weiß gegen Hou Yifan ein Remis, um Weltmeisterin zu werden. Neben der ersten Finalpartie in Naltschik hätte die Russin eigentlich auch noch die zweite gewinnen können. In der dritten Finalpartie hatte sie wieder zwei Mehrbauern, doch dieses Turmendspiel war wohl nie mehr als remis.

Eines muss man Kostenjuk lassen, sie hat nicht nur Ehrgeiz, sie bringt auch Leistung. Mit 17 wurde sie Vizeweltmeisterin, mit 20 in Dresden Europameisterin und Trägerin des Großmeistertitels, mit 22 Mutter. Nun ist sie 24, und ihr Potenzial liegt sicher höher, als ihre derzeitige Rating von 2510 aussagt. Aber ihre Prioritäten liegen nicht in der Spielstärke sondern in ihrer Vermarktung, was aber vielmehr in die Zuständigkeit ihres um 25 Jahre älteren Ehemanns Diego Garces fällt. Der überschwemmt das Internet nicht nur mit diversen Websites wie Kosteniuk.com, Chesskillertips, Chesspics, Chessmovies und Tubechess sondern auch mit Fotos und Videos, vor allem seiner Angetrauten und gerne unter dem Pseudonym Pufichek (wofür auch immer das steht).

Ihr Ziel ist der amerikanische Markt, weshalb Kostenjuk dort publizistisch recht präsent ist. Es fehlte wenig, und der Verband der US-Schachjournalisten hätte sie zur Schachjournalistin des Jahres gewählt (es wurde verdientermaßen dann doch Macaulay Peterson, der die besten Schachvideos von den großen Events dreht), doch in den Kategorien Video und Grafik ("Chess Art") hat Kosteniuk Inc. abgeräumt: Hier präsentiert sie eine Comicreihe, die nach ihrem Slogan "Chess is Cool" benannt ist und es auch in deutscher Übersetzung (Download 3,5 MB) gibt. Worum es in den Comics geht? Das sollte mittlerweile klar sein. Um Alexandra Kostenjuk.
Permanent_Brain - 17. Sep, 20:52

Cool (?)

Es mag Geschmacksache sein, aber die Story wo sie einen ahnungslosen Parkwächter im Schach übertölpelt, finde ich pädagogisch nicht ideal.

Wie dem auch sei, jetzt muß eine neue Folge her: Wie cool es war, die Weltmeisterschaft gegen ein Kind zu gewinnen.

Es sei ihr vergönnt, aber Kindern sollte man klar machen daß nur wenige Ausnahmetalente die Chance bekommen, das zu erreichen (oder auch "nur" Großmeister zu werden), ebensowenig wie Papst oder Nobelpreisträger. Ein Maßstab an dem mehr als 99,99% scheitern, ist schlecht.

Deswegen zweife ich daß Großmeister und -meisterinnen die optimalen Motivatoren sind um Kinder für Schach zu begeistern, denn wenn diese ein bißchen Grips haben, werden die meisten bald begreifen daß ihnen faktisch ein unerreichbares Vorbild vor Augen steht. Trotzdem dabei zu bleiben, auch wenn man merkt daß man immer nur bestenfalls Mittelmaß sein wird, ist eine Charakterstärke die nicht jeder aufweist.

Ich habs so halbwegs geschafft :-)

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