Neues vom Chaosverein

Die FIDE macht ihrem Ruf als Chaosverein wieder mal alle Ehre. In St.Petersburg beginnt die Frauen-EM. Zeitgleich spielen einige der stärksten Spielerinnen in Istanbul, was neuerdings als Frauen-Grandprix läuft. Ein weiteres Frauen-Grandprixturnier soll Ende September in Nanking stattfinden, und erneut kommt es, wie Boris Kutin klagt, zum Clash, nämlich mit dem Frauen-Europacup.

In den nächsten Tagen trifft sich in Istanbul der FIDE-Vorstand. Was man aufstellen muss, um diesen einzuladen, wissen wir nun ebenfalls dank Kutin: Freie Hotelzimmer nicht unter vier Sterne, Vollpension und 25000 Euro überweisen, für Flugtickets wie es heißt. Wer so viel hinlegt, um ein paar korrupte Gestalten bei sich zu begrüßen? Wohl nur, wer sich geschäftliche Vorteile davon verspricht, etwa bei der Ausrichtung internationaler Wettbewerbe, ohne dabei das für die Teilnehmer bestmögliche Angebot vorlegen zu müssen.

Auf der Tagesordnung in Istanbul steht nicht nur der für uns Amateure wichtige Punkt Verspätungstoleranz, also ob Null Minuten allgemein verpflichtend wird (wie es sich Iljumschinow vorstellt) oder Veranstalter und Verbände davon abweichen dürfen, sondern wie genau der Herausforderer der übernächsten WM 2011 ermittelt wird (UEP wird wohl seinen Willen kriegen, dass acht Kandidaten k.o.-Zweikämpfe spielen) oder etwa auch um die überfällige Organisation der WM Anand-Topalow. Anand fordert übrigens eine Verschiebung auf 2010 und wird sie wohl auch kriegen, ist diesem Makropoulos-Interview zu entnehmen.

Zur Info: Makro ist der Mann, der in der FIDE die Strippen zieht. Iljumschinow ist nur der Idiot an der Spitze mit der dicken Geldtasche, wenn mal wieder irgendwelche vertraglich nicht hinreichend gesicherte Versprechungen gebrochen werden. Darum lässt man ihm alle Dummheiten, um ihn bei Laune zu halten.

Inzwischen liegen die Ergebnisse einer von der Berufsspielervereinigung ACP in Zusammenarbeit mit Chessbase durchgeführten Umfrage vor. Die Mehrheit der Spitzengroßmeister unterstützt Zweikämpfe zur Ermittlung des Weltmeisters, will die WM und ihre Qualifikation mit klassischer Bedenkzeit ausspielen lassen und hält den Kampf gegen Betrug mit elektronischer Hilfe für wichtiger als gegen Doping. Mit anderen Worten: Profis haben andere Vorstellungen als Funktionäre.
Nordlicht_70 - 6. Mrz, 16:05

Terminkollision auch in Deutschland

Leider schafft es nicht nur die FIDE, Termine "ungünstig" zu legen. Am 7./8. März wird in Deutschland die Zwischenrunde des Deutschen Mannschaftspokals ausgespielt. Soweit so gut. Interessanterweise wird auch die Norddeutsche Blitzschach-Mannschaftsmeisterschaft am 8.3. ausgespielt. Sicher ist nicht nur mein Heimatverein, der Greifswalder SV, von dieser "genialen Terminplanung" betroffen. :-(

Horstibus - 6. Mrz, 18:27

Makro

scheint ganz gut und schon recht lange von seinem FIDE-Büro, wie das früher hiess, zu leben.
Hoffe mal, dass man für 25k den ganzen Vorstand bekommt und für länger als eine Stunde, LOL.

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