Alijewstan gegen den Rest der Welt

Alijewstan, besser bekannt unter seinem offiziellen Namen Aserbaidschan, nimmt es im Schacht mit allen auf. Nicht Russland oder wenigstens die Ukraine oder Olympiasieger Armenien? Nein, in Aserbaidschan traut man sich, von Donnerstag an eine Weltauswahl mit immerhin Anand, Kramnik, Schirow und Karjakin an vier Brettern herauszufordern: Radschabow, Mamedscharow und Gaschimow sind ja auch alle klar über 2700, und Gusseinow soll auch ein starker Schnellschachspieler sein.

Dass Aserbaidschan eines Tages im Schach eine wichtige Rolle spielen würde, konnte man sich denken, seit Gusseinow, Radschabow und Gaschimow bei der U10-EM 1996 im slowakischen Rimavska Sobota die ersten drei Plätze belegten.

Das Festival, zu dem das Schachturniern gehört, läuft unter dem Titel President´s Cup und ist dem früheren Präsidenten Aserbaidschans Geidar Alijew gewidmet.

Wäre der stärkste Sohn Bakus dabei, hätten die Gastgeber eine bessere, ja sogar richtig gute Chance, mögen die Altvorderen rufen. Richtig, Garri Kasparow ist in Baku groß geworden, allerdings 1990 von dort während antiarmenischer Pogrome überstürzt geflohen.

Auch an den Namen Alijew werden sich die Altvorderen noch erinnern. Hat der sich nicht 1983 bis 1985 maßgeblich für Kasparows Verbleib im WM-Zyklus und dann Titelkampf gegen den vom sowjetischen Schachverband protegierten Karpow eingesetzt? Genau.

Nur war Kasparow später gar nicht mehr froh, auf solche Freunde angewiesen gewesen zu sein. Denn Alijew war alles andere als ein Demokrat, sondern einer, der in der Politik stets dafür sorgte, dass sich seine eigene und ein paar befreundete Familien ihre Taschen und Auslandskonten stopften. Alijew machte sich im postsowjetischen Aserbaidschan quasi zum Präsidenten auf Lebenszeit und sorgte dafür, dass nach seinem Tod 2003 sein Sohn sein Amt erben konnte.

Radschabow wurde in jungen Jahren persönlich vom alten Alijew gefördert. Voriges Jahr war ich an Gajdar Alijews Geburtstag zufällig in Sofia in Radschabows Nähe, nachdem er gerade gegen Aronjan gespielt hatte. Auf die Frage, wer auf seiner Armbanduhr zu sehen war, erwiderte er "our national leader". Man sollte mit Radschabow wohl besser nicht über Politik reden.
Schachblog rank zero - 6. Mai, 15:51

Wir erinnern uns hier auch dunkel ...

...an Radschabows "the enemy remains the enemy" (s. http://www.chessninja.com/dailydirt/2007/11/border-wars.htm ; die Originalquelle auf http://sport.apa.az scheint inzwischen nicht mehr vorhanden).

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