Amberguity

Wer ab Samstag in der Nähe von Nizza ist, sollte sich diese Schau gönnen: Im superedlen Palais de la Méditerranée spielen zwölf der Besten mal mit, mal ohne Brett, aber immer Schnellschach. Alle anderen seien auf die feine Turnierseite verwiesen. Dank sei Joop van Oosterom, der einen kleinen Teil von dem, was er als Wahl-Monegasse an Steuern spart, ans Schach umleitet.

Nirgends werden die Spieler so fürstlich behandelt wie bei Amberchess (Amber ist der Name von Van Oosteroms Tochter), so dass eigentlich jeder gerne wieder eingeladen wird. Morosewitsch hat trotzdem kurzfristig abgesagt, wie schon so oft, und ist mit Grischtschuk ausgezeichnet ersetzt. Toppy und Vishy fehlen dieses Jahr, der Grund dürfte bekannt sein. Das trägt dazu bei, dass es dieses Jahr mehr Auswechslungen gegenüber dem Vorjahr gibt als je zuvor bei diesem Wettbewerb.

Leider hat der Veranstalter meine wiederholte Nachfrage ignoriert, wer die Einladungen bestimmt. Transparenz wäre hier allerdings angebracht, denn New in Chess-Chefredakteur Dirk Jan ten Geuzendam ist jedenfalls involviert, was einen Interessenkonflikt zumindest andeutet.
jopro - 11. Mrz, 20:19

Wieso Interessenskonflikt? Timman spielt doch diesmal nicht...

Nebenbei sollte man nicht aus allem ein Politikum machen. Oosterom lädt ein, wen er einladen will und vielleicht hat er den einen oder anderen Flüsterer.
Reicht das nicht?
Oosterom kann einladen, wen er will (auch wenn Gelfand und Pono nicht auf meiner Wunschliste standen).

Thomas Oliver - 12. Mrz, 08:59

Genau

- es ist doch ein privates Turnier bezahlt aus der Privatkasse. Also kann Oosterom selbst entscheiden wen er einläd und wer ihm bei der Liste hilft.

Wenn der Schachblogger Millionär wäre und ein Schachturnier organisieren würde, würde er sich Einmischungen oder auch nur 'Nachfragen' wohl auch verbitten. Schon jetzt ist es auch einzig seine Sache wen er auf seine Geburtstagsparty einläd.
MiBu - 12. Mrz, 09:00

Sehe ich auch so

Ein vielfacher Euro-Millionär (vielleicht auch Milliardär, ich bin da nicht genau im Bilde) gibt Geld für ein Einladungsturnier aus. Das ist gut für die Profis, die eingeladen werden. Als Außenstehender mag man sich eine andere Zusammenstellung des Feldes wünschen, aber wie wir im Rheinland sagen: "Wer de Musik bestellt, bestemmt och, watt se spellt!". Wenn J.v.O. dabei seine Landsleute bevorzugt, auf seinen Berater Piket hört oder wen auch immer, ist das seine Sache und darf so intransparent sein wie sie will - Amber ist eine Privatveranstaltung. Transparenz würde ich mir viel eher (z.B.) bei der Frage wünschen, wie das 44-er Feld der Deutschen EM zustande gekommen ist.

(Wesentlich mehr Geschmäckle haben für mich übrigens die fernschachlichen Großtaten des Herrn van O., aber das war ja nicht Thema des postings.)
schachblogger - 12. Mrz, 10:37

Die Züge der anderen

Wäre dem so, dass Van Oosterom alle Einladungen bestimmt, hätte der Schachblogger daran nichts auszusetzen. Dass er einige seiner Entscheidungen im Fernschach mit hoher Wahrscheinlichkeit anderen überlässt - am meisten genannt werden Ljubojevic und Piket - ist ein Grund, ihn nicht unrelativiert als Fernschachgenie darzustellen. Ein Regelverstoß ist es anscheinend nicht.
Thomas Oliver - 12. Mrz, 17:58

Den Interessenkonflikt

sehe ich immer noch nicht. van Oosterom will dass über sein Turnier berichtet wird. Geuzendam will vielleicht dass einer oder einige der Teilnehmer für New in Chess schreiben, zuverlässig sind und sich Mühe geben, so what? Das ist allenfalls eine win-win Situation, oder was übersehe ich?

Betrifft Fernschach: Hilfe von anderen (ob aus Silikon oder Fleisch und Blut) lässt sich weder verbieten noch kontrollieren/verhindern noch beweisen. Vielleicht haben Oosterom's Erfolge ein Geschmäckle - aber er war doch schon starker Fernschachspieler bevor Piket auf seine Gehaltsliste kam?

Stefan64 - 13. Mrz, 10:54

Trotz allem

...Getue das Spitzenturnier, was mich im Jahr am wenigsten interessiert.
Füllt die Kasse der Pros, ansonsten bedeutungslos.
jopro - 13. Mrz, 12:29

da bin ich anderer Meinung.
Ich mag Amber, es ist immer spannend und trotz (oder gerade wegen) Patzern und Einstellern und häufig hübschem Angriffsschach spektakulär!
Nur... wer hat am Montag um 14.30 die Zeit, die Spiele zu sehen?

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