Sonntag, 22. Februar 2009

Ein wertvoller Punkt

Thomas Luther wiederholte in Zeitnot einmal zu oft die Züge. Als Andrei Sokolov beim Reklamieren einer dreimaligen Wiederholung der Stellung weder seinen nächsten Zug notiert noch die Uhr angehalten hatte, wollte Luther das Remis nicht bestätigen sondern verwies den Schiedsrichter auf die seiner Meinung nach irreguläre Reklamation. Nach einigen Diskussionen wurde die Partie fortgesetzt - unter Protest von Sokolovs Verein. Weil der Schiedsrichter auf irreguläre Reklamation entschied, erhielt Luther eine Zeitgutschrift. Sokolov hatte durch das Laufenlassen seiner Uhr Bedenkzeit eingebüßt. Wenige Züge später gewann Luther.

Eine Diskussion des Vorfalls ist bei Rankzero nachzulesen. Dort ist auch der Hinweis zu finden, dass es der gleiche Schiedsrichter war, der schon eine Saison früher beim Ausblitzen von Luther-Popovic nicht gerade souverän war. Dass versagende Schiris zu selten ausgetauscht werden, stimmt, aber es kommt, natürlich diskret gehandhabt, vor.

Das Ergebnis wurde nun vom Schiedsgericht revidiert. Remis am grünen Tisch also und völlig zurecht. Weder das versäumte Notat war von Belang (denn Sokolov hatte nur einen Zug) noch das Laufenlassen der Uhr (weil es nur Sokolov schaden konnte).

Damit endete der Kampf nicht 4:4 sondern 4,5:3,5 für Tegernsee, das damit auf Rang drei der Bundesliga vorrückt. Dank dieser Nuance hat Tegernsee nun wahrscheinlich die besten Chancen (gegenüber Eppingen, Mülheim-Nord, Werder und Solingen), vor dem Rückzug aus der Liga am Ende dieser Saison noch Vizemeister zu werden.

Kreuzberg kann den Punktverlust verschmerzen. Mit dem Abstieg hat mein früherer Verein nichts mehr zu tun, und die Chancen auf Rang sieben bleiben intakt.

Gerd Treppner ist tot

Als Erich Siebenhaar, der Vorsitzende seines Schachvereins Schott Mainz, ihn am Donnerstag in seiner Wohnung fand, war Gerd Treppner schon mindestens einen Tag tot. Der langjährige Bamberger Bundesligaspieler und FIDE-Meister wurde nur 52 Jahre alt. Treppner, der lange Zeit als Ghostwriter für den wie er aus Bamberg stammenden Helmut Pfleger arbeitete, hat zahlreiche Schachbücher und Rubriken verfasst. Bis in die früheren Neunziger arbeitete er auch für dpa, womit gewährleistet war, dass die Schachmeldungen der Agentur auch stimmten und sich der Nachrichtenwert von Ereignissen nicht danach richtete, ob der dpa-Schachexperte für den Veranstalter arbeitet oder zumindest von ihm eingeladen wird.

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