Samstag, 8. August 2009

The only game

Das einzige Spiel, das er je lieben wird, sei Schach, singt dieser Youtube-Virtuose und das geht nicht, ohne auch seine tiefe Liebe für die Sizilianische Eröffnung zu dokumentieren und Ignoranten, die Springer als Pferde bezeichnen, das Damespiel zu empfehlen (zuerst gesehen im Blog des Closet Grandmaster).

Kaukasischer Kreis

Drei Aserbaidschaner nehmen am Grandprixzyklus der FIDE teil. Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn dem ursprünglich in Elista vorgesehenen, aber später nach Armenien verlegten fünften von sechs Turnieren keiner von ihnen zugeteilt worden wäre. Doch auf der Starterliste in der Sommerfrische Dschermuk, wo (Armeniens Großmeister vor ihren Olympiadesiegen 2006 und 2008 Kraft tankten und) ab Sonntag gespielt wird, steht keiner von ihnen.

Ach, ist ja auch klar: Aserbaidschan unterhält mit Armenien keine diplomatischen und möglichst auch sonst keine Beziehungen. Beim Grandprixauftakt in Baku durfte Aronjan (der die besten Chancen auf den Gesamtsieg hat) ja auch nicht mittun. Aber wer wurde da von der Teilnehmerliste gestrichen? Die FIDE wahrt Stillschweigen, und das gilt auch für alle Vorberichte, die ich gesehen habe. Die ursprüngliche Zuteilung ist von den offiziellen Seiten verschwunden. Auch das ist verständlich wegen der peinlichen Rückzüge (Carlsen, Adams) und Rausschmisse (Pelletier, Al-Modiakhi, Navara). Anhand der Grandprixvorschau bei Chessvibes lässt es sich aber rekonstruieren: Gaschimow wurde von der Liste genommen, statt ihm spielt in Dschermuk nun Eljanow Tscheparinow. Verständlich ist auch die Zustimmung des Ukrainers Bulgaren (Nachtrag: außerdem wird, wie Grandprix-Direktor Geoffrey Borg mitteilt, Wang Yue durch Tscheparinow ersetzt). Wer weiß jetzt schon, wann, wo und ob das sechste Grandprixturnier, wo sein Platz nun dem Aserbaidschaner zusteht, überhaupt stattfinden wird.

Gegen Nulltoleranz regt sich Widerstand

Die Gängelei durch die überflüssige neue Pünktlichkeitsregel wird nicht allerorten hingenommen. Die Oberligisten im deutschen Norden haben sich nach dem Vorbild der vom Deutschen Schachbund in der Spielordnung unabhängigen Ersten Bundesliga auf eine Karenzzeit von dreißig Minuten verständigt und auch erhalten. Die unter die Zuständigkeit des DSB fallenden Zweitligisten im Norden fordern nun das gleiche. Auch die Zweitligisten der Ostgruppe sind sich einig: Null Minuten ist bei Kämpfen, zu denen über teils Hunderte von Kilometern angereist wird, Wahnsinn, dreißig Minuten sind adäquat. Auffällig ist, dass anscheinend kein einziger Verein der genannten Ligen die von dem Spiel entfremdeten Funktionären eingeführte Nulltoleranz haben will.

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