Rekord mit Beigeschmack

Acht Herrenmannschaften sind zur zweiten Runde der Olympiade nicht ausgelost. Das heißt dann wohl, es sind nicht 152 Nationen dabei, wie überall stand und auch ich idiotischerweise in einer Vorschau geschrieben habe. Nun sind es also 146 und auch so mehr als in Turin. Aber ein Beigeschmack bleibt.

Zumal man auf der offiziellen Seite nachrichtenrelevante Infos suchen muss oder auch gar nicht finden kann, weil sie tatsächlich nicht da sind. (ab hier aktualisiert:) Der Pressemitteilung, die nach der ersten Runde ganz oben steht, entnehme ich: "Vorsichtig optimistisch äußerte sich Dirk Jordan: "Es droht die beste Olympiade aller Zeiten zu werden." Vorher steht aber noch viel Arbeit auf dem Programm."

Nun ja, das Selbstlob Jordans hätte ich als Webredakteur nicht vermeldet. (Ergänzung:) Zumal am zweiten Tag ja die Runde gleich mal um eine Stunde nach hinten verschoben werden muss.

Dass die Dresdner bei der Organisation ganze Arbeit leisten, würde mich allerdings nicht wurden. Ich fand schon sie schon bei der EM 2007 im Gegensatz zu dem, was sonst so darüber geschrieben wurde, gelungen. Aber eben mit Ausnahme der Kommunikation. Leider setzt sich das fort: Die Olympiadewebsite stand im Vorfeld ganz im Zeichen der Vermarktung und nicht der Verbreitung von Informationen. Nun, da die Olympiade begonnen hat, müsste ein guter Teil der Struktur nach hinten und die Nachrichten in den Vordergrund rücken. Der erste Tag stimmt mich skeptisch, ob dieser Switch ganz gelingen wird. Im Unterschied zur EM funktioniert aber, soweit ich sehe, die Übertragung, und das ist bei 550 Brettern schon mal sehr positiv. Außerdem ist es eine feine Sache, dass man die vier Bretter eines Kampfes auf einen Blick sehen kann, außerdem Fotos der Spieler. Das System macht Sinn. Wenn das Fenster und die Diagramme noch ein bisschen größer kämen, wäre schön, aber das liegt wohl an meinem Browser.

Das Bild des ersten Tages ist für mich das Kuddelmuddel von Funktionären und Fotografen neben den etwas genervt dreinschauenden Spielern und einer einzigen in die Kamera lächelnden Person,Zsuzsa Polgar, vor dem ersten Zug, den ausgerechnet Campomanes ausführen wird am Brett von Kortschnoi, der sich, angewidert?, abwendet.

Wie man eine Vorschau angeht, hat übrigens mal wieder Chessbase vorgemacht. Die Vorstellung der Favoriten wirkte wie ein Vorwand, Fotos jeder Menge aufgetakelter Spielerinnen zu zeigen. (Ergänzung:) Davon werden wir noch erheblich mehr sehen in diesen zwei Wochen. Das sportlich unbedeutende Nebenevent der Frauen strebt bildmächtig in den Vordergrund. Chessbase hält das Schachpublikum offenbar für undersexed und overfucked (im Sinne: überfordert von wirklich geilen Zügen starker Spieler).
Lenfant - 14. Nov, 09:35

Frauenversteher

Also, ich zähle in dem Beitrag bei chessbase fünf Damen; darunter ist die Weltmeisterin, Miss Pogoninia kannte ich nicht, aber hübsch issi trotzdem; Frau Zhukova ist immerhin die Frau von Alexander Grischuk, da kann sie gut Schach üben, Chinesen können, auch weg. Political Correctness, nie verkehrt sein und Katharina Lahno steht schachlich ja wohl auch ÜBER den Dingen!
Also- wo ist das Problem?

Bierfass - 14. Nov, 11:04

Na und?

Wo ist denn das Problem? Du schreibst ja hier auch jede Menge aufgetakelten Unsinn!

Krennwurzn - 14. Nov, 18:28

also ehrlich ...

... wenn schon Bilder, dann von Spielerinnen!

Besser wären "echte" Berichte und nicht hübsche oder weniger hübsche Bilder mit ein paar Bildunterschriften.

Aber der CB-Star AS ist wohl "undertimed and overworked"

Permanent_Brain - 15. Nov, 07:07

Frauenhasser? Pfui!

Gut schachspielende Männer sollten den Impuls unterdrücken, Frauenschachbewerbe als "sportlich unbedeutend" oder dergleichen zu bezeichnen. Es gibt genug Frauen die stärker spielen als 99.9% der Männer dieser Welt. Ich wollte, ich hätte deren Spielstärke. Außerdem ist es wichtig daß wir nicht durch solche unsympathischen Kommentare Frauen vom Schach abschrecken.

P.S. Willkommen im 21. Jahrhundert.

P.P.S. Die Foto-Überflutung der weiblichen Spielerinnen hat mich auch gestört und ich finde sie unangebracht: Ebenso wie die Männer haben die Frauen beim Schach das Recht, in erster Linie durch gutes Schach aufzufallen, nicht durch gutes Aussehen. - Andererseits, ein schönes Photo der einen oder anderen Teilnehmerin ist sicherlich kein Grund für Beschwerden.

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