Russische Goldquote sinkt weiter

Déja vu: Russland kommt in der letzten Runde gegen Spanien nicht über ein 2:2 hinaus. Bei der Schacholympiade in Dresden kostete es Bronze. Nun bei der EM in Novi Sad Gold. Aserbaidschan hat seinen ersten großen Mannschaftserfolg im Schach durchaus verdient. Mamedscharow ging freiwillig ans vierte Brett, um mannschaftsdienlich zu punkten. Gaschimow brachte die vielleicht beste Leistung des ganzen Turniers.

Aber klare Favoriten waren wie bei jedem internationalen Teamevent die Russen. Hier eine Chronik ihrer Misere, die 2001 einsetzte und 2005 in Göteborg ihren Tief- aber längst nicht Endpunkt erreichte.

Mannschafts-WM 2001: 1. Ukraine, 2. Russland
Schacholympiade 2002: 1. Russland (letztmals mit Kasparow)
Mannschafts-EM 2003: 1. Russland
Schacholympiade 2004: 1. Ukraine, 2. Russland
Mannschafts-EM 2005: 1. Niederlande... 14. Russland
Mannschafts-WM 2005: 1. Russland
Schacholympiade 2006: 1. Armenien... 4. Russland
Mannschafts-EM 2007: 1. Russland
Schacholympiade 2008: 1. Armenien... 6. Russland
Mannschafts-EM 2009: 1. Aserbaidschan, 2.Russland

Früher gewannen die Russen bzw. Sowjets nahezu alles. In den letzten zehn Teamevents beträgt die Goldquote nur noch vierzig Prozent.
Thomas Oliver - 1. Nov, 17:19

So schlecht ist Silber auch wieder nicht

denn Russland war ja bei weitem nicht so ELO-dominant wie z.B. Baden-Baden in der Bundesliga. Wenn eine nicht-goldene Medaille auch ein Erfolg ist hat Russland in Deiner Liste nur noch dreimal "versagt". Und "die Sowietunion" hat immer mindestens eine Medaille geholt - sogar bei der Mannschafts-EM 2005 (Silber fuer Israel mit Gelfand, Sutovsky, Smirin, Avrukh und Erenburg).

Ach übrigens: Vielleicht war auch erwähnenswert dass Deutschland - im vorigen Eintrag als Versager abgestempelt - zum Schluss Fünfter wurde, alle ausser Naiditsch einigermassen im ELO-Soll. Auch wenn das Turnier gerade im richtigen Moment zu Ende war, in "Runde 10" hätten sie wohl Russland, Ukraine oder Armenien bekommen.

schachblogger - 2. Nov, 12:44

Trotzdem enttäuschend

Stimmt schon, die russische Eloüberlegenheit war auch schon mal größer, aber von ihnen wird in der Heimat immer Gold erwartet. Sie haben ihre Eloerwartung in Novi Sad auch nicht erspielt. Das gilt auch für die Deutschen, dieaber vor allem kaum gegen starke Teams gepaart wurden. Verdient war damit nicht Platz fünf sondern höchstens Platz zehn.
Krennwurzn - 3. Nov, 12:08

Ohne Garry kein Gold ...

so kann man das mit selektiver Wahrnehmung auch sagen!

Durch den Zerfall der Udssr ergab sich eine neue Situation und durch die nun offenen Grenzen können die Spieler dort hingehen, wo sie spielen wollen, aber auch dorthin, wo sie mehr verdienen.

Und ist Garry nicht ein armenischstämmiger Aserbaidschaner und weiter im Hättiwari: wie wären die Olympiaden früher ausgegeganen, wenn nur ""echte Russen"" für Russland gespielt hätten? Unbeantwortbare Fragen, unsinnige Fragen??

England, das Mutterland des Fußballs wurde auch nur einmal - und das sogar umstritten - Fußballweltmeister!

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