Little China Girl

Gibt´s in China keine Babysitter? Statt in Turin am Brett zu sitzen, hütet Xie Jun ihren Nachwuchs. Seit der Schacholympiade in Calvia im Oktober 2004 hat die nach Judit und Zsuzsa Polgar elobeste Frau keine Turnierpartie mehr gespielt. Na ja, es würde China auch ohne die frühere Weltmeisterin reichen. Dann kann ja die Ende März gekürte neue Titelhalterin, Xu Yuhua, das Spitzenbrett übernehmen. Falsch gedacht. Sie fühlt sich wohl zu schwanger. Okay, okay. Dann eben Zhu Chen, auch schon mal Weltmeisterin gewesen, auch in Turin anwesend - aber nicht im chinesischen Team sondern an der Seite ihres Ehemanns, Al Modiakhi, im Herrenteam von Katar. Da wundert es (zumindest mich) dann auch nicht mehr, dass auch Qin Kanying irgend etwas Wichtigeres vor hatte, als in Turin für das Reich der Mitte zu spielen.

Alles Lamentieren hilft nichts. Die Aufstellungen waren noch nicht bekannt, als ich China in einer Olympiavorschau für den Zürcher Tages-Anzeiger als Topfavorit auf Frauengold bezeichnete. Aber diese Prognose am zweiten Tag der Olympiade ohne Konsultation der Setzliste zu wiederholen, zeugt dann doch vor allem von mangelnder Sorgfalt und purem Desinteresse meinerseits an der Frauenkonkurrenz.

Als ich etwas frustriert nach einem Download der Partien der dritten Runde suchte (um zu sehen, wie es der genesende Kramnik in seiner ersten Turnierpartie seit mehr als acht Monaten dem deutschen Erstbrettdebütanten Naiditsch besorgt hat), schaute ich lustlos nach den Frauenergebnissen. In Runde drei schlägt China Frankreich 2,5:0,5, soweit wie erwartet, bloß warum erkannte ich nur einen dieser Namen, und warum stand da Startnummer sechs?

Zhao Xue war, wenn ich mich recht erinnere, als Jungtalent 2002 und 2004 dabei und ist nun ans Spitzenbrett gerückt. Wang Yu ist mit 23 die mit Abstand Älteste. Shen Yang ist Jahrgang 1989 und Hou Yifan sogar erst seit 1994 auf der Welt. Nun bin ich wohl verurteilt, mich weitere zwölf Tage fürs Frauenschach zu interessieren, ein altes David Bowie-Liedchen vor mich hin zu stöhnen (oh, oh, oh, ohouho...) und den blutjungen Chinesinnen die Daumen zu drücken.

In Torino isse alles picobello! Spettatori könne gucke Giocatori von de Ferne. Giornalisti könne gucke von de Internet - abba fuori de Pressecentro, isse nix Funktione. Giocatori finde so tollo Torino, dass lieber schlafe in de Città als in de Paese Olimpico. Benvenuti bei de Olimpiadi!
bademeisterin - 24. Mai, 16:39

Kompliment!

Hübsch zu lesen zwischen Schwimmkursus und Aufsicht am Beckenrand.

Es grüßt die Bademeisterin aus dem Prinzenbad

//kreuzberg61.twoday.net

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