Donnerstag, 31. Januar 2008

Bessere Tage

Als Kramnik und Topalow noch miteinander sprachen, hat der ausgezeichnete Schachfotograf Fred Lucas diese schöne Aufnahme gemacht. Und als Kramnik noch die Kraft hatte, kleinen Jungs eine Lektion zu erteilen, diese.

Das falsche Kriterium, aber der gerechte Sieger

Gewöhnlich unterscheidet man beim Corusturnier nicht an der Spitze. Haben mehrere Spieler die meisten Punkte, wird der erste Preis geteilt. Mein spanischer Kollege Leontxo Garcia hält gar nichts davon. Ein Turnier braucht einen Sieger, basta.
Dass dieses Jahr in Wijk aan Zee tatsächlich unterschieden wurde, hat auch mit Spanien zu tun. In Bilbao findet im September das Finale des Grand Slam statt, und der Wertungssieger Lewon Aronjan ist dafür qualifiziert.

Grand Slam im Schach? Ja, einige Veranstalter haben sich zusammengetan und werben nun mit einem Circuit. Dazu gehören Wijk aan Zee, Morelia/Linares (Februar/März), Sofia (Mai) und Mexiko City (Juni). Dortmund ist zum Unverständnis der anderen Veranstalter nicht dabei. Sechs Teilnehmer werden in Bilbao doppelrundig um 400 000 Euro Preisgeld spielen. Vier Plätze sind für Turniersieger vergeben und zwei sind Freiplätze (oder mehr, falls ein Spieler mehrmals Erster wird). Man darf damit rechnen, dass Magnus Carlsen einer angeboten wird.

Denn ganz ehrlich, die Sonneborn-Berger-Wertung ist ein bescheuertes Kriterium. Das haben auch die Grandslam-Organisatoren so gesehen und darum erst einmal auf den direkten Vergleich geschaut. Aber der endete zwischen Carlsen und Aronjan remis, womit im Spitzenschach ja zu rechnen ist. Als zweites Kriterium hätte ich geschaut, wer mehr Gewinnpartien hat. Als drittes, ob einer der Spieler öfter Schwarz hatte, denn das macht schon einiges aus. Und wenn es dann immer noch gleich steht erst als viertes Kriterium meinetwegen Sonneborn-Berger. Oder vielleicht sogar eher noch die Fortschrittswertung, um einen kleinen Anreiz zu setzen, früh volle Punkte zu machen.
Carlsen hatte in Wijk aan Zee siebenmal Schwarz, Aronjan nur sechsmal. Carlsen hat fünf Partien gewonnen, Aronjan nur vier. Nach meinen Kriterien wäre Carlsen also eindeutig vorn. Trotzdem ist der Armenier völlig zu Recht zum Sieger erklärt worden. Er hat stärker gespielt und auch als Ausgleich zu dem ganzen Trubel um seinen Cosieger, neben dem weniger Anerkennung als verdient für Aronjan übrig geblieben ist.

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