Samstag, 28. Februar 2009

Verspätungsdiskussion

Knapp drei Monate, nachdem ich hier mehr Augenmaß forderte in der Anpassung an die von der FIDE erlassenen Regeln am Beispiel der strengen Sanktionierung jeglicher Abwesenheit vom Brett bei Rundenbeginn, ist die Diskussion im Forum Schachfeld aufgegriffen worden.

Nun muss man wissen, dass die FIDE trotz ihrer im allgemeinen (und das ist noch freundlich gesagt) amateuristischen Vorgangsweise und Verantwortung für Millionen organisierte Schachamateure in aller Welt die Regeln in Bezug auf das von Profis ausgeübte Spitzenschach entwickelt. In großen Wettbewerben mit Publikum, wartenden Fernsehkameras und Internetübertragung macht es Sinn, dass die Protagonisten pünktlich am Brett sind (wobei selbst da beim ersten Vergehen eine Geldstrafe angemessener wäre). Im Amateurschach macht die Nulltoleranz keinen Sinn. Sie erhöht den Aufwand für die Spieler, von denen viele den früheren Zug oder Bus (was leicht eine Stunde bedeuten kann) nehmen müssen und eine Taxinummer im Handy gespeichert haben sollten. Und sie sorgt für zahlreiche Frustrationen, weil der pünktlich angereiste Gegner um seine Partie gebracht wird, wobei ich mal davon ausgehe, dass die meisten zum Spielen und nicht nur des Punkts wegen dabei sind.

Der bisher wichtigste Beitrag in der Schachfeld-Diskussion ist der Verweis auf Geurt Gijssens Regelkolumne (PDF). Dort schildert der erfahrenste Schachschiedsrichter der Welt, wie die Diskussion in der Regelkommission lief, und wie Iljumschinow einfach drüber fuhr, indem er Nulltoleranz für alle verordnete. Dann wurde darüber aber nicht abgestimmt sondern die Entscheidung an Illus Clique, auch bekannt unter dem Namen FIDE-Vorstand, delegiert. Dieser tagt im März meines Wissens während der EM in Budva, die kommenden Samstag beginnt. Und verbindlich gelten soll die Regel ab 1.Juli.

Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass null Minuten Toleranz die alte Regel eine Stunde Toleranz ersetzt, aber jedem Veranstalter und damit auch jedem Verband für seine nationalen oder regionalen Meisterschaften freigestellt wird, im Vorhinein eine eigene Toleranzgrenze festzulegen (Nachtrag: so ist es inzwischen beschlossen). Was Sinn macht, so lange es nicht zu viele Regelungen und entsprechenden Raum für Missverständnisse gibt.

Auf einer Tagung der Schachbundesliga wurde im Januar entschieden, sich der Nulltoleranz nicht anzuschließen, aber die bisher eine Stunde erlaubtes Zuspätkommen zu verkürzen auf 30 Minuten. Auch 15 Minuten, wie einige im Schachfeld-Forum meinen, wären vertretbar. Sowohl 15 als auch 30 Minuten scheint mir ein angemessener Spielraum, wovon sich einer als in Deutschland (und vielleicht weiteren Kernländern des organisierten Schachspiels) üblich durchsetzen sollte. Eine Stunde war definitiv zu lang.

Keine Ahnung, ob der DSB neben der Dopingdebatte Zeit hatte, sich darauf einzustellen, was geschieht, wenn der FIDE-Vorstand kein Augenmaß walten lässt und die Illu-Regel in voller Schärfe verbindlich macht. Dann wird gefragt sein, was man bei der Übernahme des sofortigen Partieverlusts, wenn das Handy eines Spielers ein Geräusch macht, vermissen ließ, nämlich Augenmaß und Rückgrat, nicht jeden FIDE-Unsinn mitzumachen.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Starkes Match

Andere hätten mit einem Punkt Vorsprung auf Sicherheit gespielt. Topalow ging in Partie sieben volles Risiko. Und wurde belohnt mit dem vorzeitigen Kandidatenfinalsieg. Ein starkes Match von ihm. Kamsky hat sich, wenn man einmal von seinem Patzer Sb4 in der fünften Partie absieht, gut verkauft. In dieser Form ist er definitiv auf dem Weg zurück in die Top Ten.

Runde der Rätsel

Was war bloß in Linares gestern in Runde sechs los? Jede einzelne Partie gab mir Rätsel auf. Die Schlussstellung in Wang - Radschabow sah für mich aus wie eine Taktikaufgabe "Weiß gewinnt". Leider geht Sc5 dann doch nicht wegen dxc5, d6 Sc4 und der Springer stoppt den durchgebrochenen Bauern. Keine Antwort finde ich dagegen für Carlsen - Anand. Seit wann spielt der Weltmeister bereitwillig Eröffnungen, die mit klarem Vorteil für seinen Gegner enden? Bei Grischtschuk - Aronjan rechnete ich nach der Eröffnung damit, dass Schwarz irgendwie Dauerschach geben wird. Aronjan wollte wohl mehr als remis, stand aber rasch schlechter. Womit Halbprofi Grischtschuk (sonst pokert er) als nominell schwächster Teilnehmer den ersten Durchgang bereits vorzeitig für sich entschieden hat.

Das größte Rätsel stellte am Mittwoch zunächst Iwantschuk, als er Dominguez in Fastgewinnstellung remis gab. Dank der spanischen Sporttageszeitung Marca, die nicht nur jeden Tag reichlich aus Linares berichtet sondern auch unter den Cosponsoren aufscheint, wissen wir nun wieso: Es war eine Geste an Dominguez, der die von Iwantschuk in Zeitnot umgeworfenen Figuren trotz eigener Zeitknappheit immer wieder aufbaute.

Montag, 23. Februar 2009

Hey Pippi Langstrumpf!

Jahrelang war Roland Schmaltz internetschachsüchtig. Davon ist er jetzt kuriert. Nun ist er internetpokersüchtig. Den Anschein macht jedenfalls, was der Wahlaustralier in diesem Interview mit der von Matinko Wahls mitgegründeten Pokerwebsite Pokerstrategy über sein Leben nach dem Schach sagt.

Auf seinen Pokerstil angesprochen, bekennt sich Schmaltz zur konservativen TAG-Strategie: Schlechte und mittelmäßige Karten wegwerfen. Mit starkem Blatt sofort erhöhen.

Die schönste Stelle: "Das Leben ist ein Spiel, zumindest für mich. Außer meiner Ausbildung zum Fachinformatiker habe ich nicht viel anderes gemacht, als das Leben zu genießen und zu tun, was mir gefällt - ein bisschen wie Pippi Langstrumpf."

Sonntag, 22. Februar 2009

Ein wertvoller Punkt

Thomas Luther wiederholte in Zeitnot einmal zu oft die Züge. Als Andrei Sokolov beim Reklamieren einer dreimaligen Wiederholung der Stellung weder seinen nächsten Zug notiert noch die Uhr angehalten hatte, wollte Luther das Remis nicht bestätigen sondern verwies den Schiedsrichter auf die seiner Meinung nach irreguläre Reklamation. Nach einigen Diskussionen wurde die Partie fortgesetzt - unter Protest von Sokolovs Verein. Weil der Schiedsrichter auf irreguläre Reklamation entschied, erhielt Luther eine Zeitgutschrift. Sokolov hatte durch das Laufenlassen seiner Uhr Bedenkzeit eingebüßt. Wenige Züge später gewann Luther.

Eine Diskussion des Vorfalls ist bei Rankzero nachzulesen. Dort ist auch der Hinweis zu finden, dass es der gleiche Schiedsrichter war, der schon eine Saison früher beim Ausblitzen von Luther-Popovic nicht gerade souverän war. Dass versagende Schiris zu selten ausgetauscht werden, stimmt, aber es kommt, natürlich diskret gehandhabt, vor.

Das Ergebnis wurde nun vom Schiedsgericht revidiert. Remis am grünen Tisch also und völlig zurecht. Weder das versäumte Notat war von Belang (denn Sokolov hatte nur einen Zug) noch das Laufenlassen der Uhr (weil es nur Sokolov schaden konnte).

Damit endete der Kampf nicht 4:4 sondern 4,5:3,5 für Tegernsee, das damit auf Rang drei der Bundesliga vorrückt. Dank dieser Nuance hat Tegernsee nun wahrscheinlich die besten Chancen (gegenüber Eppingen, Mülheim-Nord, Werder und Solingen), vor dem Rückzug aus der Liga am Ende dieser Saison noch Vizemeister zu werden.

Kreuzberg kann den Punktverlust verschmerzen. Mit dem Abstieg hat mein früherer Verein nichts mehr zu tun, und die Chancen auf Rang sieben bleiben intakt.

Gerd Treppner ist tot

Als Erich Siebenhaar, der Vorsitzende seines Schachvereins Schott Mainz, ihn am Donnerstag in seiner Wohnung fand, war Gerd Treppner schon mindestens einen Tag tot. Der langjährige Bamberger Bundesligaspieler und FIDE-Meister wurde nur 52 Jahre alt. Treppner, der lange Zeit als Ghostwriter für den wie er aus Bamberg stammenden Helmut Pfleger arbeitete, hat zahlreiche Schachbücher und Rubriken verfasst. Bis in die früheren Neunziger arbeitete er auch für dpa, womit gewährleistet war, dass die Schachmeldungen der Agentur auch stimmten und sich der Nachrichtenwert von Ereignissen nicht danach richtete, ob der dpa-Schachexperte für den Veranstalter arbeitet oder zumindest von ihm eingeladen wird.

Samstag, 21. Februar 2009

Spanischkapitel geschlossen

Nach gelaufener Schlacht zu kritisieren ist leicht. In der vierten Partie des Kandidatenfinals (Bericht mit Partiekommentaren von Ian Rogers) hat Topalow mit Schwarz nach mehr als zehn Jahren wieder klassisches Spanisch gespielt, und selbst als junger Mann spielte er das nur ausnahmsweise, sondern wenn schon Spanisch ohne 3...Sf6 dann eher die Archangelsker Variante 5...Lc5. Der Bulgare hatte sicher einen Pfeil im Köcher gegen die Variante, die Kamsky bisher stets seit seinem Comeback spielte, nämlich 9.d4. Doch der Mann aus Brooklyn hat inzwischen gearbeitet und eine auf höchstem Niveau kaum noch gespielte Variante (12.Sg5) vorbereitet. Topalow zeigte sich mit dem für ihn ungewohnten geschlossenen Stellungstyp wenig vertraut und bekam Probleme. Ich schätze, er wird diese Eröffnung nicht wiederholen. Kamsky gewann verdient, alles ist wieder offen.

Damit beide nach den Ruhetagen gleich viele Weiß- wie Schwarzpartien haben, kriegt Topalow in Partie fünf und sieben wieder Schwarz. (Nein, das wurde am Verhandlungstisch in Dresden gestrichen.)

Was spielt Topalow als nächstes gegen 1.e4 - vielleicht Sizilianisch? Gegen Najdorf spielte Kamsky zuletzt 6.Lg5, 7.f4 und auf 7...Db6 8.Sb3 - und ging 2006 in Sofia gegen Topalow unter. Mit Sutovsky und Wolokitin hat Kamsky nun allerdings zwei ausgewiesene Sizilianischkiller im Team. Und dass er vor dem Match gearbeitet hat, hat der Amerikaner in drei der vier ersten Partien bewiesen.

Eine sicherere Wahl ist das von Topalow voriges Jahr im Schnellschach und bei der Olympiade gegen Schirow gespielte Caro-Kann, womit Kamsky seit seinem Comeback noch gar nicht konfrontiert wurde und worauf er in der Vergangenheit neben der Hauptvariante auch Panow und 3.e5 spielte.

Diagramme im Überfluss

Mit Neugier habe ich eine Ausgabe der seit kurzem erscheinenden Schach-Zeitung angefragt. Sie kommt aus Schleswig-Holstein, die erste Ausgabe ist vorigen Herbst erschienen. Ich solle mit meinem Urteil doch noch die März-Ausgabe abwarten, bat der Begleitbrief, da sich im Moment noch einige Fehler in den Diagrammen einschleichen. Als wenn falsch eingezeichnete Figuren oder an der falschen Stelle stehende Diagramme für mich ein Kriterium wären.

Doch für Herausgeber Michael Schönherr sind sie es tatäschlich. Er bringt seine Zeitschrift sogar bislang gratis unter die Leute, weil es ja noch hier und da solche Fehler gibt (erfährt man in einem bereits wiederholten Beitrag zu dem Projekt auf der Website des DSB, dessen Webmaster wiederum von der Zeitschrift als Mitarbeiter genannt wird). Schönherrs Schach-Zeitung besteht nämlich hauptsächlich aus Diagrammen. Daneben bleibt noch etwas Platz für inhaltlich dürftige Anmerkungen zu den Partien, aus Wikipedia eins zu eins übernommene Personalien, Turniertermine und anderen Kleinkram, den man rasch vergessen kann. Die Diagramme sind das Herz dieses Projekts, sollen sie es dem Hobbyspieler doch erlauben, Partien ohne Brett nachzuvollziehen. Und zwar nicht etwa besonders lehrreiche Partien oder solche zu einem speziellen Thema, sondern es ist eine Auswahl, die auch in jeder anderen Schachzeitung und auf diversen Websites sowieso zu finden ist, nämlich Partien aus einem gerade beendeten Spitzenereignis.

Von den vielen Dingen, die ich in anderen Schachmagazinen vermisse und weshalb ich glaube, dass ein neuer Titel nicht völlig aussichtslos sein muss (nur bräuchte man Journalisten und nicht Amateure, die von Medienentwicklung keinen Schimmer haben) finde ich in der Schach-Zeitung genau gar nichts. Nur weil ich nicht weiß, wie viel Geld Schönherr verbrennen will oder kann, lege ich mich auf keine Prognose fest, wann dieses unausgegorene, überflüssige Projekt eingestellt wird.

Ein Beispiel für ein gelungenes neues Magazinprojekt ist das niederländische "Matten", von dem hier bereits und zwar schon wiederholt die Rede war.

Was uns abgeht, ist auch ein lockerer, humorbegabter Zugang, wie ihn das englische Kingpin ohne Abstriche bei der schachlichen Qualität pflegte. Ein Liebhaberprojekt, das oft liegen blieb, weil seine Macher ja auch Geld verdienen müssen. Weshalb auch schon wieder seit zwei Jahren keine Ausgabe mehr erschienen ist und man mal wieder fürchten muss, es könnte die letzte gewesen sein.

Freitag, 20. Februar 2009

Bauernopfer sind in

In seiner zweiten Partie nach dem WM-Sieg hat Anand in Linares mit Weiß von Aronjan auf den Deckel bekommen. Anand hatte verständlicherweise keine Lust auf einen (Anti-)Marshall und spielte wie bei der WM 1.d4. In einem Meraner-Abspiel (das meistens über die Anti-Meraner Zugfolge 6.Dc2 Ld6 7.Ld3 0-0 8.0-0 dxc4 usw. erreicht wird), das er als Schwarzer genauestens kennt, folgte er nicht Swidlers Verbesserung 16.Se2 in der 12.b4-Variante sondern hatte ein sicher überraschendes Bauernopfer (12.Sg5) für interessante Kompensation (schwarze Felder, Angriffschancen am Königsflügel) vorbereitet.

Inspiration aus Sofia? Bauernopfer aus der Eröffnung sind ja auch beim Kandidatenfinale gerade in Mode. Man sieht in Linares und Sofia auch alle möglichen Eröffnungen und nicht nur Slawisch, Damenindisch, Russisch und (Anti-)Marshall. Schach ist gerade wieder ein interessantes Spiel.

Aber zurück zur Partie des Tages: Aronjan hat den Bauern natürlich genommen, aber nicht auf Konsoliderung gespielt sondern auf Angriff und seinerseits, um Anand nicht die Initiative abzutreten, eine Figur ins Geschäft gesteckt. Anand konnte wohl im 28.Zug die Qualität kassieren und den Angriff mit entscheidendem Materialvorteil überstehen (Dorian Rogozenko, der es sicher genauer angeschaut hat, ist anderer Meinung). Stattdessen verschafft er Aronjan ausreichende und bald (hat er 35...Tg4 übersehen? laut Rogozenko sicherte 34.Txd4 klaren Vorteil) mehr als ausreichende Kompensation.

Für die Spannung in Linares ist es natürlich das bessere Ergebnis als ein weiterer Anand-Sieg. Aronjan und Teilzeitprofi Grischtschuk (die andere Hälfte pokert er) führen das Feld an.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Ein Brocken von unserem bulgarischen PR-Experten

Silvio Danailow weiß, was Journalisten wollen. Der Toilettenskandal bei der WM 2006, den Topalows Manager auslöste, war so ein gefundenes Fressen. Was konnte falsch daran sein, Schach in die Schlagzeilen zu bringen, rechtfertigte Danailow, dass er seine Vorwürfe gegen Kramnik nicht hinter den Kulissen hielt.

Nun hat er in Sofia ein paar Mal fallen lassen, dass ein Mann aus Kamskys Team vom Mossad sei. Die bulgarischen Medien haben den Link zum israelischen Geheimdienst gerne gefressen. Das tat nun auch Hartmut Metz in der taz. Mit einer beläufigeren Erwähnung beließ es das Neue Deutschland.

Eine zusätzliche Quelle zu Danailow wäre in diesem Fall nicht übel. Mich würde nicht wundern, wenn wir in den nächsten Tagen weiterhin das aus der gleichen, einzigen Quelle entspringende Gerücht lesen - und dann nie wieder davon hören.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Was taugt Kamskys Vorbereitung?

Stimmt schon. In der ersten Partie des Kandidatenfinals (live hier) hat Kamsky cool auf Topalows Neuerung reagiert. Nur hat er eine Stunde für Ld7 gebraucht. Zu seinem Glück war es später nicht allzu kompliziert. Gegen Grünfeld - was Kamsky schon mehrmals spielte und, was fast noch mehr zählt, auch sein wichtigster Helfer Sutovsky - hat das bulgarische Lager aber sicher noch Erfolgversprechenderes in der Hand. Am Freitag dürften wir es sehen.

In Partie zwei kommt Topalows Überraschung nicht erst um Zug 15 herum sondern bereits im Vierten. Mehr als ein Dutzend Mal hat er schon die Berliner Mauer (4...Sxe4) gespielt. Nun zog er zum ersten Mal 4...Lc5. Doch so unerwartet darf das für Kamskys Lager nicht sein, spielt doch Topalows Sekundant Vallejo diesen Zug (früher auch Leko) - vor nicht einmal einem Jahr sogar zweimal gegen Topalow selbst.

Kamskys Antwort 5.Sxe5 ist jedenfalls nicht die kritisch Antwort (sondern 5.c3) und sollte rasch im Remis münden. Es sei denn, Weiß ist bereit, etwas zu riskieren. Das tat der Amerikaner unter wieder erheblichem Zeitverbrauch (eine Stunde hinten nach sieben Zügen). Ganz überzeugend wirkt Kamskys Kompensation zwar nicht, aber wenigstens gibt es damit wieder einen Kampf, (Nachtrag:) den Topalow gewann. Auf den ersten Blick sieht übrigens 9.b4 stark aus für Weiß, doch das hat Toppy sicher analysiert: 9...a6 10.bxc5 axb5 11.Te1 Ta6! und bei Schwarz ist alles in Ordnung.

Team Kamsky - neben Sutovsky die bis zuletzt wie ein Geheimnis gehüteten Wolokitin und Najer - hat nun jedenfalls alle Hände voll zu tun in diesen Tagen und Nächten.

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