Freitag, 22. Januar 2010

Nobody Expects the Spanish Inquisitor

Fünf Siege in fünf Runden hat Alexei Schirow beim Corus-Festival vorgelegt. Niemand hat es kommen sehen. Oder mit Monty Python gesagt: Nobody expects the Spanish Inquisition. Respektive Inquisitor Schirow.

Stimmt schon, die Siege wurden nicht gegen die härtesten Jungs erzielt. Aber Kramnik, der hier vorab als Mitfavorit genannt wurde, hat gegen fast die gleichen Gegner bisher zwei Punkte weniger. Immerhin hat er in Runde fünf gegen den angeschlagenen Smeets nicht Russisch gespielt sondern Pirc - und relativ leicht gewonnen. Macauley Peterson hat Kramnik übrigens anvertraut, dass er am Tag zuvor am Bücherstand ein Pirc-Buch erworben hat. Der Kauf hat sich bezahlt gemacht.

Carlsen bleibt für den Schachblogger bei acht ausstehenden Runden erster Anwärter auf den Turniersieg, auch wenn er am Donnerstag gegen Nakamura (die beiden und Iwantschuk teilen derzeit Platz zwei) mit knapper Not überlebte.

Wurde hier nicht kürzlich angezweifelt, dass Giri einer der zehn Spieler des Jahres 2009 war? Nun führt der sich rasant verbessernde 15jährige das B-Turnier in Wijk aan Zee klar an. Go, Anish, go!

Samstag, 16. Januar 2010

Wer gewinnt in Wijk aan Zee?

An diesem Samstag beginnt das Corusturnier, und trotz schlechter Zeiten am Stahlmarkt mit vollem Programm, wenn auch einem im Vergleich zu früheren Jahren schwächer, nämlich mit nur vier Top-Ten-Spielern besetzten A-Turnier: Ohne Topalow, der Anand vor der WM im April aus dem Weg geht (umgekehrt geht Anand dem Bulgaren nächsten Monat in Linares aus dem Weg). Leider auch ohne Aronjan. Und ohne den weiter auf hochrangige Einladungen wartenden Vachier-Lagrave.

Wer wird gewinnen? Magnus Carlsen ist nicht nur nach Elo Topfavorit. Die schwächere Besetzung (etwa im Vergleich zu Moskau) kommt dem derzeit volles Risiko gehenden Norweger entgegen. Der Schachblogger erwartet zwar, dass er erstmals seit der Niederlage gegen Kramnik in Dortmund wieder eine Partie verliert, aber am Ende trotzdem vorne ist. Hier wird er während des Turniers wohl täglich bloggen.

Als Carlsens engsten Rivalen um den Turniersieg sieht der Schachblogger Wladimir Kramnik. Der in Paris lebende Russe spielt risikofreudiger und ideenreicher denn je, und das hat sich noch nicht abgenutzt.

Vishy Anand hat das bevorstehende WM-Match im Kopf. Der Schachblogger kann mich nicht erinnern, dass er unter solchen Umständen schon einmal besonders gut gespielt hat. Vom Gefühl her ist auch Wassili Iwantschuk noch psychisch angeschlagen vom Moskauer Blitz und seinem Weltcupdebakel. Zumal seine Nemesis von Chanti-Mansisk, Wesley So, im B-Turnier und damit nur wenige Meter agiert, wird der Ukrainer nicht sein Optimum bringen können.

Aber einen anderen Ukrainer erklärt der Schachblogger zu seinem Geheimtipp. Auch wenn Sergei Karjakin voriges Mal gewonnen hat, ist er von der Papierform klarer Außenseiter. Dass die FIDE seinen Start für Russland bei der gerade beendeten Mannschafts-WM kurzfristig ablehnte, garantiert nicht nur, dass der seit Dienstag 20jährige frisch antritt, sondern wird ihn auch anstacheln, sein Bestes zu zeigen.

Der einzige A-Turnierspieler, der in Bursa antrat und dort ganz schön wirbelte, ist übrigens Hikaru Nakamura. Für eine Platzierung ganz vorne ist der Abstand zwischen den Turníeren einfach zu kurz, aber das eine oder andere Glanzlicht darf man von dem Amerikaner erwarten.

Elofavorit der B-Gruppe ist übrigens der einzige deutsche Teilnehmer der Einladungsturniere, Arkadi Naiditsch.

Jenbach wie gedopt

Wer die Tabelle der österreichischen Bundesliga nach fünf Runden sieht, muss annehmen, dass Jenbach mit bereits drei Mannschaftspunkten und fünf Brettpunkten Vorsprung und einem sensationellen Durchschnittsergebnis von fast 5:1 als hoher Favorit in die Saison gestartet ist. Doch davon kann keine Rede sein. Die Favoriten Baden, Semriach (aka Holz Dohr) und Fürstenfeld liegen ebenso vereint wie abgeschlagen auf Rang zwei.

An diesem Freitag lief es besonders gut für Jenbach. Während man selbst die pro Brett 100 Elo stärkere Dohr-Truppe (mit Georg Meier und Klaus Bischoff) mit 4,5:1,5 vermöbelte, stolperten die ohne den Schachblogger angetretenen Badener gegen dessen Vorsaisonaußenseitertipp Wulkaprodersdorf. Und zwar völlig verdient.

Gesponsert wird die Liveübertragung (weiter geht es Samstag ab 14 und Sonntag ab 10 Uhr) von einem sonst eher mit Leichtathleten werbenden Gemüsesaftproduzenten. Wenn Gyimesi, Schlosser und Co nun noch erklären, dass sie sich mit dem Zeug eingedeckt haben, wäre das die beste Werbung.

Sechs Runden stehen noch aus. Jenbach muss am Schlusswochenende gegen Baden und Fürstenfeld antreten. Da kann noch einiges passieren. Der Schachblogger tippt schon mal, dass Jenbach dann seinen bisher noch gar nicht eingesetzten Spitzenmann bringt: Andrei Wolokitin.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Unsportliches Ende? Korrekt wäre die Frage: Warum kämpfen Aseris nicht?

Dank armenischer Schützenhilfe in der vorletzten Runde für die Schutzmacht Russland konnte der Favorit bei der Mannschafts-WM im türkischen Bursa am zwischenzeitlich alleine führenden US-Team vorbeiziehen und hat den Titel heute durch ein 3:1 gegen die schwächelnden Israelis fixgemacht.

In der Schlussrunde trafen die nunmehr zweitplatzierten Amerikaner auf die an drei rangierenden Aseris. Beide rechneten sich wohl keine großen Chancen auf einen russischen Ausrutscher aus. Jedenfalls wurde in diesem "Kampf" wenig riskiert und verdächtig kurz nach dem 30.Zug (vorher sind Remis bei FIDE-Turnieren nur noch durch Zugwiederholung oder mit Einverständnis der Schiedsrichter erlaubt) an allen Brettern remis gegeben, was die eigenen Medaillenplätze gegenüber den selbst ohne Anand überraschend starken Indern abzusichern. Ein Höhepunkt an Sportlichkeit war dieses 2:2 nicht. Die Frage ist nur, war die Schiebung vorher abgesprochen? Den Verdacht speist, dass die Aseris ohne ihre Eloschwergewichte Gaschimow (okay, der spielte unter Form) und Radschabow antraten und Medaillenplätze in Aserbaidschan lukrativ vergütet werden.

Nachtrag: Damit ging Bronze an die ohne Anand überraschend starken Inder und nicht, wie vom Schachblogger fälschlich während der letzten laufenden Partien zusammengereimt an Aserbaidschan).

Sonntag, 10. Januar 2010

Verkalkuliert

Das höchstdotierte Onlineturnier aller Zeiten mit 130 000 Euro in Preisen hatte der spanische Veranstalter Mundial Chess versprochen. Im Oktober sollten die Aussscheidungen stattfinden. Mit 10 000 Anmeldungen bei einem Startgeld von 40 Euro wurde gerechnet. Gut halb so viele hätten zur Kostendeckung gereicht.

Dabei haben sich die Spanier um mehr als nur eine Null vertan. Tatsächlich fanden sich nämlich nicht einmal 200 zahlende Teilnehmer bereit. Die meisten von ihnen dürften schon nicht mehr damit gerechnet haben, dass das Turnier noch stattfindet, und um die Rückerstattung ihres Geldes gefürchtet haben. Nun scheint es mit drei Monaten Verspätung doch loszugehen. Bei allerdings erheblich eingedampftem Preistopf (48 000 Euro angeblich).

Dem Sieger der elohöchsten Gruppe winkt dafür eine Einladung nach Linares und dort während des Superturniers im Februar eine Partie gegen Wesselin Topalow, der von der Mundial-Seite einen entsprechenden Gruß spricht. Seine Stimme wäre allerdings besser aus dem Off gekommen als von dieser Animation: Toppy trägt eine extrahässliche Krawatte, doch statt sie so gut wie möglich zu verbergen, lässt sie der Exweltmeister und Exweltranglistenerste unterm Sakko heraushängen. Igitt.

Nicht zu toppen

Der Deutsche Schachbund, genauer gesagt dessen im normalen Leben unterbeschäftigter Marketingbeauftrafter Ralf Schreiber, hat sich was Neues ausgedacht. Ein Gütesiegel für Vereine. Um sich "Deutscher TOP-Schachverein" zu nennen, braucht es keine besonderen sportlichen Leistungen. Vielmehr ist Papierkram zu erledigen, der selbst einen beflissenen Bürokraten an die zwei Tage kosten dürfte (PDF). Die Argumente, welchen Sinn das macht, sind schwach auf der Brust. Es wäre anders, wenn das Gütesiegel Voraussetzung für öffentliche Förderungen oder durch den Schachbund wäre. Ist es aber nicht. Und wird es als Rohrkrepierer wohl auch nie werden.

Freitag, 8. Januar 2010

Falsch etikettiert

Die Lasker-Gesellschaft hat Ronan Bennetts "Zugzwang" an diesem Freitag in Berlin mit einem erstmals vergebenen "Preis für das beste Buch zum Thema Schach" ausgezeichnet. In Vertretung des Autors nahm die Programmleiterin von Bloomsbury Berlin, das die deutsche Ausgabe herausgebracht hat, den Preis entgegen, ist einer gerade eingetroffenen Pressemitteilung des Verlags zu entnehmen.

Deutsche Ausgabe? Gab es da nicht, wie hier schon früher beschrieben, zahlreiche irreführende oder gänzlich sinnfreie Übersetzungen, wann immer es um Schach ging? Wäre das nicht die Mindestvoraussetzung, um einen solchen Preis zu erhalten? Haben die dem Schachblogger nicht bekannten Jurymitglieder etwa die englische Ausgabe gelesen?

Selbst dann ist die Entscheidung ein Irrtum. Spannend und unterhaltsam mag das Buch sein, aber Bennett schielt zu offensichtlich auf eine Verfilmung und vor allem: Schach hat er nur benutzt. Interessante Gedanken oder Beobachtungen über unser Spiel hat der Autor zumindest in "Zugzwang" nicht geäußert. Und das scheint mir doch jedenfalls eine Mindestvoraussetzung.

Wollte die Lasker-Gesellschaft das "populärste" oder "bestverkaufte Buch, in dem Schach eine Rolle spielt", also nicht Qualität sondern Quantität auszeichnen, dürfte die Entscheidung in Ordnung gehen.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Muss man ins Kino?

Über Bertina Heinrichs´ Schmonzette "Die Schachspielerin" habe ich ja eher Schlechtes gehört. Der darauf basierende Film (Trailer, Werbetexte des Verleihs, nachzulesen bei Chessbase, wo die Quelle ganz ganz unten genannt ist), der in Deutschland diese Woche und in Österreich Ende des Monats anläuft, dürfte unser Spiel nicht so lächerlich behandelt haben wie die Autorin. Jedenfalls hat die Regisseurin gleich zwei schachliche Berater zugezogen, nämlich Eric Birmingham, der einige Zeit Vachier-Lagrave und ich glaube auch Joel Lautier trainiert hat, und Cyril Humeau, einer der besten Spieler Korsikas, wo der Film gedreht und wohin die Handlung verlegt worden ist. Bitte, wer sich den Film ansieht, poste hier seine ehrliche Meinung darüber!

Nachtrag (10.Januar):
Schachblog-Leser scheinen den Film nicht zu sehen. Chessvibes-Leser dagegen schon. Wie die Kommentatoren dort schildern, haben die beiden Schachberater wenig ausgerichtet, damit Schach auf der Leinwand nicht verzerrend dargestellt wird. Der Film an sich hat aber nicht enttäuscht. So schreibt Michael:

"I saw the movie already in November at a French film festival. I’m afraid I can’t give a definite judgement because I’m still not sure if I liked it or not. As a chess player I’m probably more critical than non-chess playing viewers. The problem is that the film makers obviously didn’t have a clue about chess and for real chess players it’s hilarious to see all the clichés that have crept in and how unrealistic the plot ist.
A chambermaid who can’t tell a knight from a bishop plays a few games against a board computer and gets some advice in a deep and mysterious voice from an American amateur (”remember: the threat is stronger than the execution!”). Suddenly she can play sharp theoretical lines without ever having read a single chess book. As could be expected, at her first tournament ever (taking place in some dimly-lit library, as all chess tournaments do) she beats the crap out of everyone, including the arrogant club president who tries to confuse her with psycho tricks. Well, perhaps the film should be viewed as a kind of fairy-tale rather than a realistic story, but I couldn’t help laughing.
That said, the film does contain good ideas and the actors, especially Sandrine Bonnaire, play really well. It’s interesting to see the housemaid’s dilemma between her passion on the one side and her duties and society’s expectations on the other. The growing acceptance and in the end even pride of her family and friends are quite convincingly portrayed. So I would say that the film is, after all, well worth watching.
Btw, if the blindfold game at the end (a crazy King’s Gambit) seems familiar to you: yes, it’s Short-Piket, Madrid 1997"

Was Johannes bestätigend kommentiert:
"I watched the movie in the cinema yesterday, alas in German, and I can only confirm the opinion of Michael. The film is not very interesting as far as chess is concerned as chess is represented in a curious and superficial manner.
The movie would also have largely benefitted from at least some chess historic allusions, e.g. a mentioning of Capablanca watching his father play chess, Vera Menchik or Judith Polgar. And it would have been hilarious if the arrogant club president would have rejected to shake hands, told the (in)famous Fischer quote about woman and knights, retracted a move, or let himself serve a yoghurt during the final game.
The question if you like the film is simply a question if you like Sandrine Bonnaire or (Sandrine Bonnaire films) or not. As I like almost all films with Sandrine Bonnaire I also liked this one, though it is certainly not her best."

Auch der Schachblogger fand sie klasse in "La Cérémonie" und in "Confidences trop intimes" und wird sich irgendwann auch endlich "Sans toit ni loi" ansehen.

Sonntag, 3. Januar 2010

Meine Spieler des Jahres 2009

So stimmt der Schachblogger bei der Schachoscar-Wahl der russischen Zeitschrift 64:

1. Carlsen
ist nach seiner Rekordperformance in Nanking und als Nummer eins mit 19 einfach nicht zu toppen.

2. Aronjan
war für mich bis zum Spätsommer als überlegener Grandprixsieger und Gewinner in Nizza und Mainz der Spieler des Jahres.

3. Kramnik
spielt wieder unbeschwert und dabei bärenstark, wie sein Sieg beim bestbesetzten Turnier 2009 in Moskau zeigt, etwas zu wenig, aber als Jungvater ist das entschuldigt, und seine humorvolle Präsentation in London war auch etwas wert.

4. Vachier-Lagrave
verdient als Jugendweltmeister und Sieger von Biel endlich mehr Beachtung und Einladungen.

5. Gaschimow
hat aufgrund gesundheitlicher Probleme lange im Schatten von Radschabow und Mamedscharow gestanden und sich nun schnell in die Top Ten vorgearbeitet, steht hier aber auch stellvertretend in Anerkennung des aserbaidschanischen EM-Siegs.

6. Iwantschuk
hat seine verlorenen Elopunkte großteils wieder und ist einfach eine unverwüstliche Kreativkraft. Sein totales Schach führt zwar auch zu Ausbrüchen wie nach dem Weltcupausscheiden, aber von einem Abschied vom Schach ist keine Rede mehr.

7. Giri
holt sich mit 14 den GM-Titel, mit 15 die Niederländische Meisterschaft und schlägt sich achtbar in Hoogeveen: Die 2700 sind nur eine Frage der Zeit.

8. Short
hat mit 44 die 2700 wieder erklommen, trainiert zwar weniger selbst als dass er andere trainiert, improvisiert aber wunderbar.

9. Gelfand
hat u.a. durch seinen Weltcupsieg gezeigt, dass mein Jahrgang (68) noch nicht abzuschreiben ist. Für eine höhere Platzierung spielt er zu langweiliges Betonschach (Russisch, Katalanisch).

10. Nakamura
hat gute und schlechte Läufe, aber langweilig ist er nie.

Einige mehr hätten es vielleicht verdient, auf dieser Liste zu stehen: Blindsimultanrekordbrecher Marc Lang oder Männer-in-den-Schatten-Stellerin Monika Socko. Aber man muss sich auf zehn beschränken. Für Weltmeister Anand und seinen Herausforderer Topalow ist heuer kein Platz frei. Vielleicht oder vielmehr hoffentlich in einem Jahr wieder.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Die Wahrheit über Ilja S.

Was ist das Geheimnis hinter dem schachlichen Aufstieg (er soll schon vor dem GM-Titel stehen) des Bundesligaspielers, Bloggers und angeblichen Chemiestudenten (dazu gleich mehr) Ilja S? Wie bisher allgemein übersehen wurde, aber der Schachblog hier zweifelsfrei aufdeckt, bedient er sich am Brett technischer Hilfsmittel.

Iljabescheisst

Angeblich soll er einmal von einem Schiedsrichter auf die Stöpsel und Kabel angesprochen worden sein. Ilja S. fragte rasch zurück: Läutet hier etwa irgendwo ein Handy? Nein, murmelte der Schiedsrichter und zog sich zurück.

Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie Ilja S. es sich leisten kann, ständig zu Schachturnieren quer durch die Republik zu reisen, obwohl er als Student doch gar nichts verdient. Ganz einfach. Er betreibt eine Anwaltskanzlei. Ohne irgendeinen juristischen Abschluss vorweisen zu können, knöpft er, um seiner Schachsucht nachgehen zu können, Ahnungslosen astronomische Stundensätze ab. Hier der Beweis:

Ilja-anwalt

Wenn seine Bauernschläue einmal für einen Mandanten nicht reicht, springen ihm Juristen aus seiner Bundesligamannschaft zur Seite. Wieso sonst würde einer aus Hannover mit gemeldetem Wohnsitz bei Karlsruhe für Berlin spielen.

Monate lang fragte sich der Schachblogger, wie es möglich ist, dass der dilletantisch gemachte Blog von Ilja S. in den Twoday-Charts vor dem hervorragenden Schachblog, den Sie gerade lesen, geführt wird. Bis der Schachblogger durch akribische Nachforschungen auf dieses Bild stieß.

IljaamPC

Es zeigt Ilja S. mit einem Komplizen vor einem Computerschirm, während er unter verschiedenen Fantasienamen sinnfreie Kommentare zu seinen eigenen Blogbeiträgen eintippt, um seinen Onlinestatus nach oben zu treiben.

Kürzlich wurde die sexuelle Orientierung von Ilja S. von Mitgliedern eines schwulen Schachklubs (was es nicht alles gibt) thematisiert (wer nachlesen will: es geht um den Eintrag vom 7.Dezember). Außer Schachfiguren liebt er nur Tiere will er uns ständig weismachen. Wieso sonst hieße seine Website Schachzoo?

IljamitSchaf

Die Wahrheit ist schwer erträglich, doch der Schachblog bringt sie ans Licht. Wer von schwacher Konstitution oder nicht volljährig ist, sollte hier besser nicht weiterlesen. Zu Weihnachten tauchte im Internet ein widerwärtiges Zeugnis des wahren Charakters von Ilja S. auf. Das Beweisstück wurde natürlich umgehend gesichert. Auf diesem Foto vergreift er sich an einer wehrlosen Riesennana.

Ilja-und-Nana

Soviel ist nach diesen Enthüllungen klar. Ilja S. muss gestoppt werden. Helfen Sie dem Schachblogger. Schicken Sie sinnfreie Kommentare, verlinken Sie diesen Blog, warnen Sie alle vor den Ungeheuerlichkeiten, die sich Ilja S. erlaubt. Es muss ein Ende haben. Wie dieses Jahr.

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